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Ausgabedatum: Freitag, 17. September 2021


CO2 Reduzierung und Elektromobilität ???



Ein Weg zum Klimawandel und zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt - was ist der Schlüssel zum Erfolg?
Themen die derzeit die Medien füllen und viele Gemüter bewegen! So auch anlässlich einer Gemeinderats-Diskussion, in der es um die Neubeschaffung
eines Dienstwagens für Bürgermeister Martin Bernhard ging. In der Diskussion über die zu wählende Antriebstechnik des neuen Fahrzeuges zeigten sich
recht unterschiedliche Standpunkte. Bei der genaueren Auseinandersetzung in Bezug auf die Elektromobilität ist allerdings eine differenzierte
Betrachtungsweise - insbesondere bei den gesamten CO2 Emissionen und nicht nur bei Preisunterschieden bei €/km ratsam.

Heute wird zur CO2 Reduzierung vornehmlich die Elektromobilität mit batteriegestützter Technologie gesehen. Daneben gibt es jedoch mit unterschiedlichem
Entwicklungsstand andere Technologien, die sich in ihrer CO2 Reduzierung und Gesamtökobilanz deutlich von der Batterietechnik unterscheiden. Dabei sind
alle Emissionen vom Gewinn der Rohstoffe zu den unterschiedlichen Produktionsschritten und bis zu den Emissionen im Fahrbetrieb in ihrer Gesamtheit und
im Vergleich mit Verbrennerfahrzeugen zu betrachten.
Nach Erkenntnissen von EU-Experten können die Emissionen von e-Fahrzeugen mit Batterie in der Gesamtbilanz bei vergleichbaren Lebensdauern ggf. ca. doppelt
so hoch sein wie derzeit in den öffentlichen Diskussionen benannt.
Eine reine Kostenbetrachtung nur auf die Fahrtkosten von e-Mobilen führt zu völlig falschen Ergebnissen.

Elektroautos und Verbrenner - eine Ökobilanz!
- Bei einem insgesamt längeren Lebenszyklus schneiden Elektroautos heute in der Regel besser ab als Verbrenner.
- Durch emissionsloses Fahren verbessert sich die Ökobilanz von E-Autos mit steigender Laufleistung.
- In der Produktion verbrauchen die Batterien von E-Autos jedoch seltene und knappe Rohstoffe und dazu noch sehr viel Energie bei der Herstellung mit entsprechend
hohen Emissionen. Die aufwändigen und emissionsreichen Transporte der Rohstoffe zur Batteriezellenherstellung von z. B. Südamerika oder Afrika nach Fernost sind
ein starker Negativposten.
In Deutschland verschlechtert vor allem der Kohlestrom im derzeitigen deutschen Strommix die Ökobilanz der Stromer aus Expertensicht beim Fahren deutlich.

Erst auf lange Sicht gewinnt das Elektroauto wegen seiner emissionsfreien Fahrweise den Vergleich.
- Erst nach rund 8 1/2 Jahren oder 127.500 Kilometern Fahrleistung ist das e-Auto klimaschonender unterwegs als ein Benziner.
- Nach 219.000 Kilometern oder rund 14 1/2 Jahren hat das Elektroauto ein durchschnittliches Dieselfahrzeug mit 6d temp-Standard bei gleichen Fahrweisen überholt.
Als momentanes Ergebnis ist festzuhalten, dass die Ökobilanz bis zu diesen o.g. Vergleichswerten bei einem E-Mobil erst danach zu einer Senkung der CO2 Belastung und der
Klimabelastung führt. Zur Verbesserung dieser Tatsache ist eine deutliche Steigerung bei den Entwicklungsfortschritten in der Industrie sowie ein deutlich besserer Ausbau
"Grüner Energieproduktion" und -Verteilung auf Seiten der Energieproduzenten sowie Verbesserung staatlicher Hilfen notwendig, insbesondere bei Planungs- und Genehmigungsverfahren.
In der Vergangenheit wurde für den Landkreis Ludwigsburg ein Solar-Kreisliga-Ranking nach Kommunen veröffentlicht. In dieser Aufstellung steht Tamm an 35. Stelle von
besserer Ausbau insgesamt 39 Kommunen im Landkreis. Wenn "Grüne Energieproduktion" vorangetrieben werden soll, so bestehen hier zweifellos große Handlungsmöglichkeiten und Bedürfnisse.
besserer Ausbau (Fortsetzung im nächsten Amtsblatt - beschäftigt sich mit Alternativen zum Verbrenner.)
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