Seite der "Liste lebenswertes Tamm
































Haushalt 2021 verabschiedet - extreme Einnahmenminderung - hohe Personalkosten - Corona macht vieles zur Makulatur

Nach Haushaltsperre im Vorjahr 2020 und Erstellung eines Nachtragshaushaltes, war es sicher keine leichte Aufgabe, den neuen Haushaltsplan für 2021
rechtzeitig einzubringen, so dass dieser in der Gemeinderatsitzung am 25.01.2021 verabschiedet werden konnte.
Dafür ein besonderer Dank an die Verwaltung, vor allem an unsere Kämmerin Frau Yildiz.

Das Erfreuliche zuerst. Durch den Auslauf von Zinsbindungen und entsprechender Rücklagen war eine beachtliche Tilgungsrate möglich, so dass wir von
einer derzeitigen pro Kopf Verschuldung von ca. 28 Euro ausgehen können. Dieser Stand ist leider nur sehr kurzfristig zu halten.
Die Gemeinde Tamm steht - wie viele umliegende Gemeinden - vor einem finanziell recht schwierigen Jahr 2021. Im Ergebnishaushalt klafft ein dickes
Defizit von 3,2 Millionen
, das nur durch den Griff in die Rücklagen ausgeglichen werden kann. Doch auch dieser Topf ist nicht "unendlich" und keineswegs
zum Haushaltsausgleich gedacht. Vielmehr sollten daraus Investitionen finanziert werden , die für die Jahre 2022-2024 in einem Umfang von rund 18 Millionen
vorgesehen waren
.
Sach- und Finanzzwänge bestimmen und prägen jegliches Handeln und die zukünftigen Entscheidungen.

Viele Pflichtaufgaben, Reparatur- und Gewährleistungsmaßnahmen gewähren keinen Spielraum.

Die einst größte Einnahmequelle der Gemeinde: Die Gewerbesteuer ist komplett weggebrochen. Für die Jahre 2020 und 2021 sind Steuerrückzahlungen in Höhe von
jeweils 5 Millionen zu leisten.


Die LLT hat seit ihrer Gründung oftmals unbequeme Themen angepackt - eine Aufgabe die keineswegs bei allen auf positive Resonnance gestoßen ist.
Ein ganz wesentlicher Posten hierbei sind seit Jahren die hohen Personalkosten,
diese haben sich in den vergangenen 10 Jahren mehr als verdoppelt und liegen derzeit bei ca. 13 Millionen.
Alleine die erweiterte kommunale Betreuung an den Schulen drückt mit jährlich ca. 1,4 Millionen auf den Kassenbestand. Eine freiwillige Leistung der Gemeinde Tamm,
die aus Steuermitten aller finanziert wird.

Homeoffice und Homeschooling fordern den bereits beschlossenen und zügigen Breitbandnetzausbau. Zur Digitalisierung unserer Schulen sind erhebliche Mittel einzusetzen.

Für das Baugebiet Calwer Str. kann voraussichtlich im 4. Quartal der Spatenstich erfolgen.
Beim Neubau der Kita Öhringer Str. zeigt sich eine erhebliche Verzögerung im Baufortschritt, was den Baustart für die Kita Silcher Str. und für das Evangelische
Gemeindehaus auf Eis legt.

Insgesamt stehen wir alle zu Beginn des Jahres 2021 vor einer äußerst schwierigen Finanz- und Pandemiesituation, die von heute aus nur mit äußerster Sparsamkeit
und Vorsicht schrittweise bewältigt werden kann.

zurück