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Ausgabedatum: Freitag, 24. September 2021


Gibt es Alternativen zum Verbrenner?


Batterie oder Brennstoffzelle - wem gehört die Zukunft?
In der letzten Zeit macht immer öfter eine weitere Technologie von sich reden:

Die Brennstoffzelle, die Wasserstoff als Energieträger nutzt.
Eine Wasserstoff-Brennstoffzelle produziert Energie aus Wasserstoff mit Hilfe von Sauerstoff. Dabei entstehen keinerlei schädliche Abgase, sondern nur Wasserdampf.


Die Automobilindustrie forscht jetzt endlich mit Hochdruck an alternativen Antriebsmethoden und geht dabei höchst unterschiedliche Wege. Dass die Technologie
für den Standort Deutschland extrem wichtig werden könnte, unterstreicht auch die Bundesregierung, die die nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet hat.
Dazu ein schneller Blick auf die Funktionsweise:
- Wasserstoff kann zum Beispiel aus Erdgas hergestellt werden oder einfach durch die Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff.
- Für die dazu notwendige sogenannte Elektrolyse von Wasser muss elektrischer Strom verwendet werden.
- Die Produktion von Wasserstoff aus Wasser
wäre somit eine sinnvolle Verwendung für überschüssigen Strom aus den nicht immer gleichmäßig zur Verfügung
- stehenden erneuerbaren Energien (bisher übliche Vorgehensweise)..


Eine gerade bekannt gewordene neue Entwicklung einer Brennstoffzelle, die Plasmalyse statt Elektrolyse hat die Berliner Firma Graforce vorgestellt sie produziert
Energie aus Schmutzwasser oder auch aus Gülle.
(Bericht: Tagespiegel Berlin) Das Unternehmen kann sich derzeit vor Anfragen kaum retten. Wenn eine Graforce-Anlage
aus Biogas Wasserstoff produziert, dann liegen die Herstellungskosten nach Firmenaussage bei 3,80 Euro je Kilogramm Wasserstoff.

Demgegenüber kostet die Stromgewinnung mittels Elektrolyse, bei der 18 Cent je Kilowattstunde Grünstrom zugrunde gelegt wurde 9,-- Euro. Es zeichnet sich eine
spannende Entwicklung ab und ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Falls sich dieser Trend fortsetzt, könnte die Batterietechnik - weil bereits verfügbar - auch eine Brückentechnologie zur Brennstoffzelle sein, wobei sich
die elektrischen Antriebsstränge der Fahrzeuge gleichen können und der Unterschied dann nur in der unterschiedlichen Strombereitstellung bzw. Stromerzeugung
im Fahrzeug besteht.
Dies allerdings setzt voraus, dass in Tamm neben den privaten Wallboxen öffentliche Ladesäulen - betrieben von kommerziellen Anbietern - stehen
müssten, die nach Möglichkeit mit "Grünem Strom" gespeist werden müssten. Wo sollten sonst in Tamm "Laternenparker" ihre Batterien laden können? Von einem StS
des Bundesverkehrsministeriums wird auch die Brennstoffzelle als zukünftige Technologie vorrangig genannt. Die Zukunft kann also elektrisch werden. Die Geschwindigkeit
hängt dazu in starkem Maß von Entwicklungsfortschritten, Infrastrukturausbauten und den entstehenden Kosten und Nutzungsmerkmalen für die Verbraucher ab.

Ein jetzt neu bekannt gewordener Negativpunkt für E-Autos sind die nun erhobenen Parkgebühren vor den Ladesäulen. In Stuttgart werden jetzt bis zu 4,80 Euro/Std. zur
Anrechnung gebracht, was besonders für die vielen Laternenparker, die über keine Lademöglichkeit im oder am eigenen Haus verfügen, ein erheblicher Nachteil ist.
Eine klare Preiserkennung wie bei den heute üblichen Tankstellen ist kaum möglich. Es gibt hier einen wahren Preisdschungel für unterschiedlichste Preise und Gebühren
die zur Verrechnung kommen. Ungeachtet davon sind auch noch die momentan unterschiedlichsten Karten- und Bezahlsysteme als Kritikpunkt zu nennen.

Aus einem Artikel im Tammer Amtsblatt vom 03.09.2021: "E-Mobilität der Zukunft" - abgedruckt auf den Seiten 24 und 25 ergeben sich weitere Erkenntnisse, die bei
der E-Mobilität zusätzlich zu beachten sind. Wir können uns darüber gerne mit Interessierten austauschen.

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